Waldbrandgefahr mit Aufkommen des Tiefs „Zuhal“ gebannt?

Im Osten Deutschlands fand der in den vergangenen Tagen stetige Anstieg der Temperatur am Sonntag, 03.05.2026, seinen Höhepunkt. Hier wurden Höchstwerte über 29 °C verzeichnet, die 30 °C-Marke und damit die Untergrenze für einen Heißen Tag wurde aber nur vereinzeilt erreicht, wie z.B. in Potsdam-Babelsberg.

Höchsttemperatur, 03.05.2026 (Quelle: MeteoIQ GmbH)

Verantwortlich für den Temperaturanstieg war einerseits viel Sonnenschein im Bereich der sich aneinanderreihenden Hochdruckgebiete „Uli“, „Volker“ und zuletzt „Winfried“. Hoch „Winfried“ verlagerte sich am ersten Maiwochenende über Deutschland ostwärts, sodass nun mit südwestlicher Strömung Warmluft aus Richtung Iberischer Halbinsel nach Nordosten gelangte.

Bodenwetterkarten vom 24., 26.04. und 02.05.2026, jeweils 00 UTC (Quelle: Berliner Wetterkarte e.V.)

Gleichzeitig trocknete die Luft im Bereich der Hochdruckgebiete zunehmend aus. Der vom Deutschen Wetterdienst bestimmte Waldbrandgefahrenindex zeigte am Sonntag vor allem hohe Werte von der Lüneburger Heide bis an die Oder, aber auch südlich des Mains.

Bodenfeuchte (02.05.2026) und Waldbrandgefahrenindex (03.05.2026) (Quelle: Deutscher Wetterdienst)

Deutschlandweit sind aufgrund der Trockenheit der letzten Aprildekade am ersten Maiwochenende in einigen Regionen Brände ausgebrochen, ausgelöst durch Unachtsamkeit oder häufig Brandstiftung. So zählt der ehemalige Truppenübungsplatz bei Jüterbog in Brandenburg dazu, hier stellt explodierende Munition eine wesentliche Gefahr für die Löschtrupps dar. Im Sauerland waren es Gebiete bei Attendorn und Werdohl, im Westerwald trat ein Waldbrand bei Friesenhagen auf. Betroffen sind z.B. auch der Saurüsselkopf bei Ruhpolding sowie die Dellbrücker Heide bei Köln.

Das Tiefdruckgebiet „Zuhal“ beendet nun vorerst die Hochdrucklage, weitere Tiefs folgen.

Prognosewetterkarte vom 03.05.2026, 00 UTC, für 04.05.2026, 12 UTC (Quelle: Aktion Wetterpate)

Bis Donnerstag, 07.05.2026, sind dabei Niederschläge in Deutschland zu erwarten, die von verschiedenen Modellen mit unterschiedlicher Mengenverteilung vorhergesagt werden. Vor allem im Südosten Deutschlands zeigen die berechneten Mengen deutliche Differenzen.

Über 96 Stunden aufsummierte vorhergesagte Niederschlagsmengen,
ICON-EU-Modell und GFS-Modell, vom 03.05.2026, 00 UTC, bis 07.05.2026, 00 UTC (Quelle: MeteoIQ GmbH)

Die Ursache kann in der Neubildung des kleinen Tiefs „Babette“ liegen, das in der Prognose vom 04.05.2026, 00 UTC, für den 05.05.2026, 12 UTC, zu finden ist.

Prognosewetterkarte vom 04.05.2026, 00 UTC, für 05.05.2026, 12 UTC (Quelle: Aktion Wetterpate)

Am Sonntag, den 03.05.2026, wurde es vor allem im Nordwesten Deutschlands nass. Ob flächendeckend ausreichend Niederschlag fallen wird, bleibt abzuwarten.

24-stündige Niederschlagsmenge, 03.05.2026 (Quelle: MeteoArchiv)

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