Schauer und Gewitter waren bereits am 13.07.2026 von Schleswig-Holstein bis nach Hessen verantwortlich für hohe Regenmengen sowie Hagel mit Korngrößen von 4 cm oder sogar mehr.

Dabei wird die Wetterlage derzeit, zumindest in der Nordhälfte Deutschlands, im Bodenniveau von einem Hochdruckgebiet („Laurent“) bestimmt, dessen Zentrum im Dreieck zwischen Island, Norwegen und den Britischen Inseln liegt, wobei es mit einem Teil bis über Nord- und Ostsee reicht.

Im 500 hPa-Niveau aber hat sich ein Höhentief über dem Norden Deutschlands ausgebildet, das mit Kaltluft über der am Boden liegenden Warmluft für Labilisierung der Atmosphäre sorgt.

So lag die Höchsttemperatur in Deutschland nicht nur im Süden bei Werten um 30 °C, nur direkt an den Küsten von Nord- und Ostsee waren es um 25 °C. Im 500 hPa-Niveau, d.h. derzeit in etwa 5,7 km Höhe, wurden nur -17 °C gemessen, eine große Temperaturabnahme mit der Höhe, die dafür sorgt, dass warme Luftpakete vom Boden bis in große Höhen aufsteigen können und bei entsprechender Feuchtigkeit hochreichende Gewitterwolken entstehen können.

Am Morgen des 14.07.2026 erreichten Schauer und Gewitter auch den Berliner Raum und von Süden her setzte Starkregen ein. Der Deutsche Wetterdienst hatte eine entsprechende Warnung ausgegeben.

(Quelle: Deutscher Wetterdienst)


(Quelle: MeteoIQ GmbH)
Die Kanalisation in Berlin gelangte zeitweise an ihre Kapazitätsgrenze, was auch an den in den vergangenen niederschlagsarmen Tagen von Bäumen abgefallenen vertrockneten Pflanzenteilen lag, die Gullydeckel verstopften. Lokal wurden Straßen überspült. Dabei fielen z.B. an der Station Berlin-Dahlem in 5 Stunden am Vormittag insgesamt 44,6 l/m2 Niederschlag, davon 35,8 l/m2 allein in einer Stunde zwischen 06:30 UTC und 07:30 UTC (=07:30 Uhr MEZ bis 08:30 Uhr MEZ, bzw. 08:30 Uhr MESZ bis 09:30 Uhr MESZ). 10-minütig wurden zwei besonders intensive Niederschlagsereignisse mit mehr als 8,5 l/m2 registriert.

(Quelle: Wetter-Informations-Dienst Berlin)

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