Wetterbedingte Schadensumme in Deutschland 2019 leicht unterdurchschnittlich

Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV) hat heute eine erste Schadenbilanz für Deutschland für das Jahr 2019 vorgelegt. Mit 3,2 Mrd. Euro versicherten Schäden fiel die Schadensumme in diesem Jahr etwas geringer aus als im langjährigen Durchschnitt von 3,7 Mrd. Euro.

Aufgeschlüsselt wird die Bilanz nach Sturm- und Hagelschäden in der Sachversicherung sowie wetterbedingte Schäden in der Kraftfahrzeugversicherung. Ebenfalls aufgeführt sind Elementarschäden, zum Beispiel durch Starkregen oder Hochwasser, aber auch andere Naturgefahren wie Erdbeben und Erdrutsche.

Während die Gesamtschadensumme in 2019 ähnlich wie im Vorjahr ausfiel, zeigen sich in den Details einige Unterschiede. So war der Schadenaufwand in der Sachversicherung etwas geringer als 2018, während in der Kraftfahrzeugversicherung mit rund einer Mrd. Euro rund doppelt so hohe wetterbedingte Schäden registriert wurden.

Versicherte wetterbedingte Schäden 1973-2019 in Deutschland. Quelle: GDV
Abbildung: Versicherte wetterbedingte Schäden 1973-2019 in Deutschland. Quelle: GDV

Zu den größten Schadentreibern in 2019 gehörten folgende Wettereignisse:

  • Am 9. und 10. März 2019 zogen die Sturmtiefs “Dragi” und “Eberhard” über Deutschland hinweg. Während durch “Dragi” am 9. März 2019 vor allem der Norden und die Mitte Deutschlands betroffen waren, führte “Eberhard” am 10. März 2019 vor allem in der Mitte und im Süden des Landes zu Schäden. Alleine für diese beiden Stürme wird die Summe der versicherten Schäden auf 500 Mio. Euro geschätzt.
  • Bei sommerlichen Unwettern taten sich zu Pfingsten vor allem die Auswirkungen von Tief “Jörn” hervor. Die Unwetterserie führte alleine in der Kraftfahrtversicherung zu Schäden in Höhe von rund 350 Mio. Euro. Nach Einschätzung des Konzerns Versicherungskammer handelte es sich in ihrem Portfolio um eines der größten Unwetterereignisse der letzten 30 Jahre.

Ohne Berücksichtigung in der Bilanz des GDV bleiben die Auswirkungen der schweren Dürre, die nach dem sehr trockenen Sommer 2018 auch in 2019 weite Teile Deutschlands beeinträchtigt hat. Die negativen Auswirkungen machten sich vor allem in der Landwirtschaft und Wasserwirtschaft bemerkbar. Häufigere und schwerere Waldbrände sorgten zudem in der Forstwirtschaft für Schäden.

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